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Hohes Cholesterin – keine Symptome

Das Heimtückische am Cholesterin: wenn der Blutspiegel zu hoch ist, spürt man davon erst einmal gar nichts. Sogar wenn sich schon erste Arterioskleroseschäden an den Blutgefäßen gebildet haben, kann das Leiden noch ohne Symptome bleiben. Um die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und vorbeugen zu können, sollte das Blutfettprofil (Gesamt-, LDL-, HDL-Cholesterin, Triglyzeride) regelmäßig gemessen werden.

Hohes Cholesterin – keine Symptome
Die wenigsten Menschen in Deutschland kennen ihren Cholesterinspiegel, selbst dann nicht, wenn sie aufgrund anderer Faktoren zu einer Hochrisikogruppe gehören. Das ist umso bedenklicher, als ein erhöhter Cholesterinspiegel - und hier v.a. das LDL-Cholesterin - einen der wichtigsten Risikofaktoren für die Arteriosklerose darstellt, zu deren Folgen eine ganze Reihe gravierender Erkrankungen wie Angina pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall zählen.
Ein hoher Cholesterinspiegel bereitet weder Schmerzen noch Schwindel, weder Übelkeit noch Unwohlsein. Gerade weil sich die Folgen erst spät bemerkbar machen – oft erst dann, wenn die ersten Komplikationen auftreten –, sollte das Blutfettprofil in regelmäßigen Abständen bestimmt werden.

Erste Messung schon im Kindesalter

Erste Messung
Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen (Lipid-Liga) rät dazu, die erste Messung des Gesamtcholesterins bereits im Alter von zehn Jahren z. B. bei der Vorsorgeuntersuchung U10 vornehmen zu lassen, um einen Basiswert zu haben, mit dem sich spätere Messwerte abgleichen lassen.
Ab dem 35. Lebensjahr sollte alle zwei Jahre das Blutfettprofil bestimmt werden (das zahlt die Krankenkasse im Rahmen des Gesundheits-Check-up). Dazu gehören dann nicht nur der Gesamtcholesterinspiegel, sondern auch die Unterfraktionen LDL- und HDL-Cholesterin sowie die Triglyzeride. Nur ein ausführliches Profil erlaubt es, das Herzkreislaufrisiko korrekt einzuschätzen.

Das Konzert der Risikofaktoren

Besonders wichtig ist die Blutfettmessung für Menschen, die noch andere Risikofaktoren aufweisen oder in deren engem Familienkreis jemand an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) leidet. Das gilt vor allem dann, wenn diese Erkrankung schon in relativ jungen Jahren aufgetreten ist – wenn es sich um einen Mann handelt, vor dem 55. Lebensjahr, bei einer Frau vor dem 65. Lebensjahr. Die wichtigsten Risikofaktoren neben dem erhöhten Cholesterinspiegel und der Erkrankung in der Familie sind:
das Geschlecht (Männer sind stärker gefährdet)
das Alter (Männer: über 45 Jahre, Frauen: über 55 Jahre)
Diese beiden Faktoren sind naturgemäß nicht beeinflussbar. Hinzu kommt eine Reihe von Risikofaktoren, die durch eigenes Verhalten oder Medikamente beeinflusst werden können:
Rauchen
Bluthochdruck
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Übergewicht
Bewegungsmangel
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