Der pAVK ("Schaufensterkrankheit") liegt eine fortschreitende Verengung und Verkalkung der Arterien zugrunde, welche die Blutversorgung in die Gliedmaßen immer stärker beeinträchtigt. Die Hauptsymptome sind krampfartige und ziehende Schmerzen am Bein vom Gesäß bis hinunter zu den Waden, je nachdem auf welcher Höhe der Arterienverschluss liegt. Die Schmerzen spielen sich immer eine Etage unter dem Arterienschaden ab: ist die Beckenarterie in Mitleidenschaft gezogen, tut der Oberschenkel weh, bei Schäden an der Oberschenkelarterie die Wade.
Die Frühzeichen der pAVK kennt der Volksmund unter dem Begriff „Durchblutungsstörungen“: die Füße (oder Hände) sind kalt und kribbeln. Typisch für die fortgeschrittenere pAVK am Bein ist, dass der Betroffene immer kürzere Strecken zurücklegen kann, bis die durch die Mangeldurchblutung hervorgerufenen Schmerzen ihn zum Stehenbleiben zwingen ("Schaufensterkrankheit"). Später treten die Schmerzen auch in Ruhe auf, und im letzten Stadium kommt es zu Schäden an der Haut und dem darunter liegenden Gewebe, die wegen der schlechten Durchblutung nur schwer heilen.
Als wichtige Maßnahme zur Behandlung gilt das Gehtraining, da es die Arterien dazu anregt, Umgehungsstrecken zu bilden. Außerdem sollten die Risikofaktoren der Arteriosklerose – Rauchen, Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin – so effektiv wie möglich bekämpft werden.
Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit sind Risikopatienten für das Auftreten von Herzkreislaufkomplikationen. Deshalb gelten für sie besonders strenge Zielwerte für die LDL-cholesterinsenkende Therapie: der Spiegel des LDL-Cholesterins sollte unbedingt auf Werte unter 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder 2,6 Millimol pro Liter (mmol/l) gesenkt werden, wenn möglich sogar darunter (mehr Informationen dazu im Kapitel
„Zielwerte für die Cholesterinsenkung“).