Cholesterinmessung im Labor

Die Bestimmung der Blutfette ist ein wichtiger Schritt in der Abschätzung des individuellen Risikos für eine Herzkreislauferkrankung.

Manchmal wird – vor allem aus Kostengründen – nur das Gesamtcholesterin gemessen. Um aber ein zuverlässiges Urteil abgeben zu können, benötigt der Arzt ein komplettes Blutfettprofil. Denn ein hoher LDL-Cholesterin-Spiegel kann durch ein ebenfalls hohes HDL-Cholesterin ein wenig entschärft werden.
Zu einem kompletten Blutfettprofil gehören:
Gesamtcholesterin
LDL-Cholesterin ("schlechtes Cholesterin")
HDL-Cholesterin ("gutes Cholesterin")
Triglyzeride (Neutralfette)
Wichtig: Die Blutabnahme muss nüchtern, d. h. frühestens zwölf Stunden nach der letzten Mahlzeit erfolgen, weil sonst die Messwerte verfälscht werden können, vor allem die der Triglyzeride.

Das Profil sollte alle zwei Jahre bestimmt werden, bei erhöhtem Herzkreislaufrisiko oder wenn sich bestimmte Lebensumstände ändern – z. B. deutliche Gewichtszunahme, Eintritt der Wechseljahre, Auftreten eines Bluthochdrucks – auch öfter. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Messung im Rahmen der zweijährlichen Gesundheits-Check-up-Untersuchung.
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