Das unterstützt die medikamentöse Behandlung
Patienten, die an einer Fettstoffwechselstörung leiden, wird ihr Arzt grundsätzlich zu einer gesünderen Ernährung und mehr Bewegung raten. Das kann eine Behandlung mit Medikamenten in manchen Fällen zwar nicht ersetzen, aber es unterstützt ihre Wirkung und verringert möglicherweise den Tablettenbedarf.
Auch wenn der Arzt Medikamente verordnet, um die Blutfettspiegel zu senken, bedeutet das nicht, dass der Patient damit aus der Pflicht entlassen wird, selbst aktiv zu werden. Eine optimale Behandlung des erhöhten Herzkreislaufrisikos umfasst nämlich beides: die medikamentöse Behandlung und nicht-medikamentöse Maßnahmen, die dabei helfen, das Risiko zu senken. Unter Umständen wird der Arzt sogar zuerst auf Medikamente verzichten und nur zur Ernährungsumstellung und Sport raten, wenn das individuelle Risiko (noch) nicht dramatisch erhöht ist.
Patienten mit Fettstoffwechselstörung sollten sich nicht nur fett- und cholesterinarm ernähren, sondern auch darauf achten, dass sie die „richtigen“ Fette zu sich nehmen: wenig gesättigte Fettsäuren, dafür mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in pflanzlichen Ölen enthalten sind. Erstere befinden sich – mit Ausnahme von Fisch - meist in tierischen Nahrungsmitteln, letztere in pflanzlichen Produkten, insbesondere pflanzlichen Ölen (Ausnahme: Palm- und Kokosfett). Ein weiterer Vorteil pflanzlicher Nahrungsmittel ist, dass sie kein Cholesterin enthalten, während tierische Produkte sehr reich an Cholesterin sein können.
Als empfehlenswert gilt insgesamt eine Kost, wie sie in den Mittelmeerländern üblich ist, aber auch die Asiaten ernähren sich traditionell herzgesund, nämlich fettarm und mit viel Fisch und Gemüse.
Sport kann das Blutfettprofil vor allem dadurch verbessern, dass er das gefäßschützende HDL-Cholesterin ansteigen lässt. Außerdem wird Energie verbraucht und – vor allem bei Ausdauersportarten – Fett verbrannt. Das hilft bei der Gewichtskontrolle, die ein wichtiger Faktor bei der Senkung des Herzkreislaufrisikos ist.
Für Personen über 35 Jahre und bei Personen, bei denen Risikofaktoren, Vorerkrankungen oder gar Beschwerden vorliegen, wird jedoch empfohlen, sich vorab von einem Arzt untersuchen und beraten zu lassen.